1818 Die Abenteuer des Friedrich Steup aus Oberroßbach
Johann Friedrich Steup wurde am 11. September 1818 in Oberroßbach geboren, als Sohn des Johann Martin Steup und seiner zweiten Ehefrau Anna Elisabeth geb. Jung, des verstorbenen Johannes Jung zu Waigandshain ehel. Tochter. Seine Eltern starben unbemittelt bereits 1823 in Zehnhausen. Nach dem Tod der Eltern stand er unter Vormundschaft seines Oheims, des Schmiedes Wilhelm Peter Schreiner zu Oberroßbach und wurde auch von diesem erzogen.
1833, in seinem 15. Lebensjahr verließ er seinen Geburtsort und trat auf Veranlassung eines Vetters, des Hufschmieds Christian Schreiner zu Weg bei Solingen, zuerst bei diesem dann aber bei dem Scherenfabrikant Rutscher in Solingen in die Lehre und erlernte die Schmiedeprofession. Später arbeitete er bei mehreren Meistern in der Gegend von Solingen.
1838 wurde er militärpflichtig und per Losverfahren[1] als Soldat der 1. Artilleriecompagnie als fahrender Kanonier zugetheilt. Nach einem ununterbrochenen Dienste von 2 Jahren auf den so genannten großen Urlaub entlassen, begab er sich sodann mit einem Passe ins Ausland (außerhalb von Hessen-Nassau), kehrte er in das Bergische zurück, wandte sich aber bald dem Eisenbahnbau zu und erhielt Arbeit und guten Verdienst an den Düsseldorf-Elberfelder, Bonn-Cölner u. Cöln-Aachener Bahnen.